Blüte
Die Blütephase – hier entscheidet sich alles
Jetzt zeigt sich, ob sich die ganze Arbeit gelohnt hat. In der Blüte baut die Pflanze keine Blätter mehr, sondern Blüten, Harz und Wirkung. Wer diese Phase sauber fährt, wird belohnt. Wer schludert, verliert Ertrag und Qualität – gnadenlos.
Was in der Blüte passiert
Mit Beginn der Blüte stellt die Pflanze komplett um: Wachstum stoppt, Blüten entstehen. Bei normalen Sorten wird das durch weniger Licht ausgelöst, bei Autoflowers durch die Genetik. Nach einer kurzen Streckphase konzentriert sich alles auf die Buds.
Wie lange dauert die Blüte?
Das hängt von der Genetik ab:
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Indica: meist 8–9 Wochen
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Sativa: oft 10–12 Wochen
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Hybride: irgendwo dazwischen
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Landrassen: teils deutlich länger
Outdoor ist das Klima der begrenzende Faktor, indoor hast du die Kontrolle.
Die wichtigsten Bedingungen auf einen Blick
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Licht: 12 Stunden Licht, 12 Stunden Dunkelheit. Keine Ausnahmen. Rötliches Spektrum fördert die Blütenbildung.
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Temperatur: Tagsüber 20–25 °C, nachts etwas kühler. Das unterstützt Reife und Qualität.
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Luftfeuchte: Runter auf 40–50 %. Zu feucht = Schimmelrisiko. Punkt.
Ablauf der Blüte – kurz erklärt
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Vorblüte (1–2 Wochen): Geschlecht zeigt sich, letzte Streckung.
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Frühe Blüte (2–3 Wochen): Blütenansätze entstehen, Basis für Größe und Dichte.
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Vollblüte (3–4 Wochen): Buds werden schwer, Harz nimmt zu, Geruch kommt.
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Spätblüte (2–3 Wochen): Reifephase, Harz auf dem Höhepunkt, Ernte rückt näher.
Gießen & Düngen – weniger Aktion, mehr Kontrolle
Gieße erst, wenn das Substrat oben trocken ist. In der Blüte brauchen Pflanzen mehr Wasser, reagieren aber empfindlicher auf Fehler.
Beim Dünger gilt: weniger Stickstoff, mehr Phosphor und Kalium. Viele Probleme kommen nicht von zu wenig Dünger, sondern von zu viel oder falschem pH-Wert.
Spülen – ja oder nein?
Viele spülen 1–2 Wochen vor der Ernte mit klarem Wasser. Ziel: besserer Geschmack, sauberer Rauch. Pflicht ist es nicht, schaden tut es korrekt angewendet nicht.
Schnitt & Training
Hartes Training gehört nicht in die Blüte. Sinnvoll ist nur gezieltes Auslichten unten, damit Luft und Licht durchkommen. Das senkt Schimmelrisiken und kostet kaum Energie.
Der richtige Erntezeitpunkt
Entscheidend sind die Trichome:
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Klar = zu früh
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Milchig = maximale Potenz
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Bernstein = schwerere Wirkung
Richtwert: überwiegend milchig. Blütenstempel helfen grob, sind aber ungenauer.
Die Blütephase verzeiht keine Fehler. Wer Licht, Klima, Wasser, Nährstoffe und Timing im Griff hat, bekommt Qualität statt Zufall. Weniger rumprobieren, sauber arbeiten – dann passt die Ernte.