pH, EC & PPM-Wert
pH & EC beim Cannabis-Anbau – einfach erklärt, sauber umgesetzt
Ein stabiler pH-Wert ist kein Extra, sondern das Fundament. Wenn pH und EC passen, wachsen Pflanzen ruhig, nehmen Nährstoffe sauber auf und machen keine Zicken. Dieser Guide zeigt dir, warum pH und EC entscheidend sind, welche Werte wirklich Sinn machen und wie du Fehler vermeidest – ohne Ratespiel.
Viele Grower sehen Mangel, obwohl genug Dünger drin ist. Der Klassiker: pH daneben. Dann sind Nährstoffe zwar da, aber für die Pflanze unsichtbar. Wer pH und EC im Griff hat, spart Stress, Zeit und Ertrag.
Das Wichtigste kurz & klar
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pH entscheidet, ob Nährstoffe aufgenommen werden – falscher Wert = Blockade
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EC bestimmt die Stärke der Nährlösung – zu viel stresst, zu wenig bremst
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Messen schlägt Gefühl – alles andere ist Glücksspiel
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Korrekturen immer klein – Übertreiben ruiniert mehr als es hilft
Was pH, EC und PPM wirklich bedeuten
pH – der Türsteher für Nährstoffe
Der pH-Wert (0–14) sagt, wie sauer oder basisch Wasser/Substrat ist. Liegt er falsch, bleiben bestimmte Nährstoffe gesperrt – egal wie gut du düngst. Das Ergebnis sieht aus wie Mangel, ist aber keiner.
EC – wie „stark“ deine Suppe ist
EC zeigt, wie viele Nährsalze im Wasser sind. Hoch = stark, niedrig = schwach. Mehr heißt nicht besser.
PPM – gleiches Prinzip, aber ungenau
PPM ist nur eine Umrechnung von EC – mit verschiedenen Skalen. Darum: EC ist der verlässliche Wert.
Typische Zeichen: pH passt nicht
Wenn pH falsch läuft, sehen Pflanzen oft hungrig aus – und genau dann machen viele den nächsten Fehler: mehr Dünger.
Achte auf:
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gelbe Blätter trotz Düngung
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braune/verbrannte Spitzen
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Stillstand im Wachstum
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Flecken, Verfärbungen, violette Stängel
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Mängel, die sich nicht „wegdüngen“ lassen
Zielbereiche – das solltest du treffen
pH-Werte
Setzlinge
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Erde: 6,0–6,3
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Kokos/Hydro: 5,5–5,8
Wachstum
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Erde: 6,2–6,5
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Kokos/Hydro: 5,6–6,0
Blüte
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Erde: 6,3–6,8
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Kokos/Hydro: 5,8–6,2
EC-Werte
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Keimling: 0,4–0,8 EC (oft reicht Wasser)
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Wachstum: 1,2–1,6 EC
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Blüte: 1,6–2,0 EC
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Spülen: 0,4–0,6 EC
pH messen – drei Wege, ein Ziel
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Tropfentest: günstig, zuverlässig, grob
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Teststreifen: schnell, gut für Kontrolle
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Digitales pH-Meter: präzise, aber nur kalibriert sinnvoll
Ohne Messung weißt du nichts. Punkt.
pH einstellen – so bleibt’s entspannt
Reihenfolge merken:
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Nährstoffe mischen
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EC messen
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pH messen
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pH in kleinen Schritten korrigieren
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kurz warten, erneut messen
Wichtig:
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pH-Up und Down nie gleichzeitig
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lieber dreimal leicht als einmal brutal
EC messen – richtig statt geraten
Erde/Kokos: immer über den Drain
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Gießen bis 10–20 % unten rausläuft
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Drain messen
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Deutlich höher als Input = Salzstau
Hydro: direkt im Tank messen
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Output höher als Input = verdünnen oder spülen
EC anpassen – je nach Problem
EC zu hoch
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Symptome: verbrannte Spitzen, dunkles Grün, Blattkrallen
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Lösung: mit pH-passendem Wasser verdünnen oder spülen
EC zu niedrig
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Symptome: blass, schwach, dünne Stängel
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Lösung: Nährstoffe schrittweise erhöhen
Nie sprunghaft ändern. Pflanzen mögen keine Überraschungen.
Was eine Nährstoffblockade wirklich ist
Keine Blockade heißt nicht „zu wenig Dünger“.
Sie heißt: pH falsch oder Medium versalzen.
Mehr Dünger verschlimmert das Problem fast immer.
Hebel Nummer eins: pH korrigieren, Salzlast senken.
Praxis-Regeln, die dir Ärger sparen
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pH von Gießwasser & Drain mindestens 1× pro Woche messen
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EC immer langsam anpassen
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Bei Mangel: erst messen, dann handeln
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Werte notieren – ohne Zahlen kein Lernen
Kurz gesagt: Wer pH und EC im Griff hat, growt entspannter – und erntet besser.